Werkstatt

Auf dieser Seite können Sie einen kleinen Einblick in einige meiner Arbeiten bekommen.

Herstellung einer Shoji

Vorbereiten der Einzelteile
Alle vorbereiteten Einzelteile der Shoji wie Kumiko, Tate-
Zan, Kami-Zan und Shimo-Zan werden aus ausgesuchtem Holz geschnitten. Das Holz muss dabei absolut fehlerfrei
und gut abgelagert sein. Bei Fehlern im Holz, z.B. Äste oder Verwachsungen, würden sich die einzelnen Teile verziehen und die Shoji wird niemals richtig in der Führung laufen.
Dabei kann trotz sorgfältig ausgewähltem Holz ein Verschnitt von bis zu 80% entstehen.

Schlitze, Zapfen und flechten der Kumiko
Die Einzelteile werden sorgfältig vermessen, angerissen
und alle Einschnitte und Ausstemmungen vorbereitet. Da-
nach wird jedes Teil mit einem Kanna, japanischen Hobel, abgezogen. Dann kann der Zusammenbau der Teile be-
ginnen. Zuvor wird noch einmal überprüft, ob alle Teile zusammenpassen.
Die Sprossen werden wie beim Flechten eines Korbes ineinander gesteckt. Dabei muss sehr sorgfältig vor-
gegangen werden, damit die einzelnen Kumiko an den Schnittstellen nicht brechen.

Fertigstellen der Seitenteile und Bespannung
Die Seitenteile und die obere und untere Führungsschiene werden angepasst und verleimt.

Nun ist das Gerüst fertig zusammengebaut und kann mit japanischem Shoji-Papier bespannt werden.



       

 


Herstellung kleiner Servier- und Ablagetische

Tisch mit Schwalbenschwanzverbindung
Die Ablage wurde aus Atlaszeder, die eine sehr
schöne, individuelle Maserung aufweist, angefertigt.

Die Platte und die Fußleisten wurden zugeschnitten,
sorgfältig abgezogen und danach die Schwalben-schwanzverbindungen ausgearbeitet und abgekantet.

Nach traditionell japanischer Technik wurden die Fuß-
leisten mit einem großen Holzhammer in die Nut
eingepasst und die letzten Arbeiten vorgenommen.

       
 

Klapptisch mit verschiedenen Holzarten
Für diesen Tisch wurden drei verschiedene Holz-
arten verwendet.

Zuerst wurde das Holz mit einer Ryoba, japanische Handsäge, aufgeschnitten. Dann wurden die einzel-
nen Teile wie Tischplatte, Holzverbindungen, Beine usw. angefertigt und abgezogen.

Danach wurden alle Teile der Tischplatte zusammenge-
fügt, abgezogen, die Tischbeine mit Hilfe der Scharniere angebracht und die letzten Arbeiten vorgenommen.

 
       

 


Herstellung einer Koshikake-machiai - Wartebank am Teehaus

Auswahl der Materialien
Für die Rahmenkonstruktion wurden ungeschälte Kirsch-
baumstämme verwendet, die in ihrer natürlichen Wuchs-
form erhalten blieben.

Die eigentliche Sitzfläche wurde aus alten Brettern gefertigt, die gut zum Wabi-Stil der Bank passen.

Vermessung, Bearbeitung und Zusammenbau
Die Bank wurde im Auftrag des Kunden auf die gewünschte und zur Verfügung stehende Größe angepasst.

Die Wände sind in einem Spezialverfahren mit einem Sandgemisch verputzt.

Für die Dachdeckung können auch entsprechend zu-
geschnittene Holzschindeln oder eine Konstruktion aus Bambus und Stroh verwendet werden.


       




  

Herstellung eines Fusuma-Schranks

Kundenwunsch
Dieser Kundenwunsch handelte von einem Einbauschrank
mit Tokonoma und Fusuma-Türen, der sich komplett über die gesamte Wandbreite ausdehnt.

Es sollte die Möglichkeit bestehen, die Fusuma-Türen wenden zu können, um diese dem jeweiligen Anlass anzupassen. Dabei sollten die Türen auf Vorder- und Rückseite mit verschiedenen Papieren bespannt sein.

Ein weiterer Wunsch des Kunden bestand darin, dass der Schrank so gebaut sein sollte, dass die Möglichkeit
besteht, später noch ein Podest mit Tatami anzubauen.

 

Beratung und Planung
Zu Anfang wurde, auf den Kundenwunsch abgestimmt,
eine Beratung durchgeführt mit anschließender komplet-
ter Planung des Auftrags. Der Kunde wurde eingehend beraten, welche Holzart, Papierbespannung und Griffe geeignet sind. Dafür werden verschiedene Muster zur Verfügung gestellt, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Anfertigung der einzelnen Elemente
Der Einbauschrank wurde, nach Anfertigung, komplett in
der Werkstatt aufgebaut und getestet, um die Funktionalität zu garantieren, bevor er bei der Kundschaft eingebaut wurde.

Das Holz für die Außenkonstruktion wurde sorgfältig aus-
gesucht und behandelt. Die Papiere und die Türgriffe wurden aus Japan bezogen.

Danach wurde die Außenkonstruktion, wie Leisten und Laufschienen, sowie die Fusuma-Türen in bester hand-
werklicher Qualität angefertigt. Wichtig dabei ist die richtige Konstruktion des Innenlebens der Türen, da sich sonst die Türen in sich verzerren können und so eine leichte Führung der Türen nicht mehr gewährleistet ist.

 

Aufbau des Fusuma-Schranks beim Kunden
Auch das Fusuma-Element wurde wieder komplett in
der Werkstatt aufgebaut und getestet, bevor der Schrank
bei der Kundschaft eingebaut wurde.

Beim Einbau muss genau auf die richtige Passform
geachtet werden. Daher wurden die Holzführungen und Fusuma-Türen nochmals mit dem Hobel nachbearbeitet,
um eine einwandfreien Schienenführung zu garantieren.
Die Führungsschienen aus Holz wurden so behandelt,
dass ein leichtes und unkompliziertes Gleiten der Türen möglich ist.

Der Fusuma-Schrank ist nun komplett fertig und bei der Kundschaft eingebaut. Der Einbauschrank verfügt durch
seine Größe über ausreichend Stauraum und trägt durch seine, in dem Raum integrierbaren, schlichten Fusuma-
Türen nicht auf.

Die Fusuma-Türen sind beidseitig mit verschiedenen Papiermustern bespannt und mit Griffen ausgestattet, so
dass sie sich leicht wenden und dem jeweiligen Anlass anpassen lassen.